Ein deutsches Szenario
Mit "Deutschland 2033" hat Justus Bender ein fiktives Szenario geschaffen, das Entwicklungen der Gegenwart aufgreift und weiterdenkt. Gelesen im Jahr 2026, erscheint dieses Szenario weder unwahrscheinlich noch besonders weit weg: Was wäe, wenn die AfD im Jahr 2033 stärkste Partei im neuen Bundestag würde und - zunächst - in einer Koalition mit der CDU regiert? Einer Koalition, die schon bald auseinanderbricht, ohne dass die AfD und ihre Bundeskanzlerin Alice Weidel auf Neuwahlen setzen, sondern als Minderheitsregierung mit Dekreten und Bürgerentscheiden weitermachen? Das Darum, 100 Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, verleiht dem Szenario eine besondes düstere Komponente, ohne dass dies unbedingt zu Parallelen führt. Es gibt keine Fackelmärsche, keine Inhaftierung politischer Gegner, keine Schlägertrupps.Statt dessen eine Entwicklung, die in den vergangenen Jahren sowohl in autoritären Regierungen wie auch in den USA des Donald Trump stattfand: Ein Schwäc...