Blick hinter die Facebook-Fassade
Sarah Wynn-Williams hat hart gekämpft um ihren Job bei Facebook, einen Job, den es noch gar nicht gab und von dem sie die Chefetage mühsam überzeugen musste. Doch die Neuseeländerin, die als Kind einen Haiangriff überlebte, ist hart im Nehmen. Und voller Idealismus für die neue Welt der sozialen Medien und ihre Möglichkeiten: Freiheit, Mitsprache, eine ganz neue Form der Demokratie und Vernetzung von Menschen - so hat sie es sich vorgestellt. Der Buchtitel "Mein Traumjob bei Facebook und wie ich alle meine Ideale verlor" macht deutlich: Aus der Traum, mit harter Landung. Wynn-Williams´Buch ist Abrechnung mit der schönen neuen Tech-Welt, an die sie selbst einmal so fest glaubte. Dass Facebook, nun Meta-Chef Mark Zuckerberg versuchte, die Veröffentlichung des Buches gerichtlich verbieten zu lassen, überrascht wenig. Der Blick hinter die Fassade des Tech-Konzerns ist entlarvend, zeigt Netzwerke weißer Männer, eine Verachtung für alle, die nicht dazugehören, Selbstüberhöhung un...