Lügen und Ungesagtes
Als Krimiautor mit seinem Ermittler Avi Avraham hat mir Dror Mishani bereits gut gefallen. Mit seinem neuen Roman "Nicht" hat er überrascht und ein Buch geschrieben, das viel Stoff zum Nachdenken bietet. Ein ausgesprochener Roman der leisen Töne, der Zeit braucht, um sich zu entfalten, dann aber nachhallt. Der Übersetzer Eli ist schon seit Jahren verwitwet, er hat einen guten Kontakt zu seiner Tochter, lebt aber im großen und ganzen für seine Arbeit, die naturgemäß recht isoliert verläuft. Falls er sich einsam fühlt, hat er das auch vor sich selbst ganz gut verdrängt. Die Versuche von Freunden, sen soziales Leben ein wenig zu pushem, erträgt er eher stoisch. Doch dann verliebt er sich doch noch einma, lässt sich auf Lia ein, Eine ganz neue Erfahrung nach Jahren des Alleinseins. So weit, so gut - hier könnte eine reife Romanze ihren Ausgang nehmen. Doch als Lia zu einer Konzertreise aufbricht, hütet Eli ihren Hund, zu dem er ein eher zwiespältiges Verhältnis hat. Das Hundesit...