Abenteurer wider Willen - Dschungel
Besonders abeteuerlustig ist er nun wirklich nicht, der namenlose Ich-Erzähler in Friedemann Karigs Debütroman "Dschungel". Er ist nicht schwindelfrei, Abgründe machen ihm Angst, er ist eher introvertiert und es fällt ihm schwer, auf andere Menschen zuzugehen. Doch ausgerechnet er macht sich nun auf den Weg nach Südostasien, ins Ungewisse und auf der Suche nach Felix, seinem besten Freund, der anscheinend spurlos verschwunden ist. Sein letztes Lebenszeichen kam aus einem Hostel in Kambodscha, und genau dorthin reist nun auch der Abenteurer wider Willen. Die Reise in die Ferne findet ihre Entsprechung in einer Reise in die Vergangenheit, denn in vielen, oft grüblerischen Rückblenden erfährt der Leser von der wechselvollen Freundschaft zwischen Felix und dem Erzähler, die seit der Grundschulzeit andauert. Äußerlich ähneln sich die beiden jungen Männer offenbar, doch vom Charakter her könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Felix, das ist derjenige, der Risiken eingeht, der ...