Erinnerungen aus dem Grau - "Das Schwarze Königreich" schildert Überleben in Warschau Ruinen
Mit seinem Roman "Das schwarze Königreich" schließt Szczepan Twardoch an seinen Erfolgsroman "der Boxer" an. Auch hier geht es wieder um Jakub Szapiro, den ehemaligen Boxer und Gangster, der sich in den 20-er und 30-er Jahren als "König von Warschau" fühlen dürfte. Doch in dem Roman, der während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg spielt, ist die Situation eine völlig andere. Und auch sprachlich unterscheidet sich dieses Buch von seinem Vorgänger. Bildhaft-brachial geht es auch hier zu, doch gleichzeitig lässt Twardoch eine Reihe von Manierismen einfließen, die für mich teilweise schon ein bißchen "too much" sind - leider, denn abgesehen davon handelt es sich um ein ziemlich atemberaubendes Buch. Der Szapiro des "schwarzen Königreichs" ist nur noch ein Schatten des alten Alphamannes, der sein Leben im guten wie im schlechten aus dem vollen lebte. Der selbstbewusste Gangster ist nur noch in der Erinnerung groß. Der Mann, der H...