Von einem, der auszog
Der Klappentext zu "Die Welt" von Arno Camenisch machte aufmerksam und neugierig: Ein Schriftsteller, der zurückblickt auf seine Jahre des Auf- und des Ausbruchs, des Reisens über Kontinente, von Fernweh, Sehnsucht und Liebe, in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts. Erstaunlich, dass in einer Geschichte des Aufbruchs, der 2001 seinen Anfang nimmt, so gar nicht vom 11. September als Zäsur auch für Reisende die Rede ist. Dabei müsste der Autor, irgendwo zwischen Asien, Austrailie und Südamerika, doch ganz konkret mit dem "davor" und "danach" konfrontiert gewesen sein. Vielleicht aber doch nicht so erstaunlich, denn die weite Welt ist eher Kulisse als Ort der Reflektion, die Menschen vor Ort, die anderen Kulturen und Mentalitäten sind nur gelegentlich eine Notiz wert. Mehr scheint sich der Autor mit sich selbst beschäftigt zu haben, mit anderen Reisenden, mit One night stands, nur bitte nichts Verbindliches, nichts Verantwortliches. Und gleichzeitig beschr...