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Der Sportler und der Kleinstadtjournalist - ein Sohn der Stadt

 Kent Harun gehört zu den Autoren, die ich erst posthum entdeckt habe. Im vergangenen Jahr hat mich "Kostbare Tage", gewissermaßen der Schwanengesang des 2014 gestorbenen Schriftstellern und Abschluss seiner sechsteiligen Romanreihe über das fiktive Städtchen Holt im Mittleren Westen der USA, sofort überzeugt. Die letzten Wochen eines todgeweihten Mannes, der Rückschau hält und Abschied nimmt, seine Angehörigen in dem Trauer- und Loslöseprozess, der angesichts der Diagnose schon vor dem eigentlichen Tod beginnt, so unprätentiös und doch eindringlich interessiert, dass ich das Gefühl hatte, mit den Protagonisten in einem gemächlich wippenden Schaukelstuhl auf einer dieser Verandas zu sitzen, wie man sie aus Westernfilmen kennt, und auf weites Land unter einem hohen Himmel hinauszublicken. "Ein Sohn der Stadt" spielt ebenfalls in Holt, in den 60-er Jahren und diesmal könnten die Protagonisten, die zusammen in der Kleinstadt aufwuchsen und in ihrer Schulzeit befreundet...