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Wir alle sind Mischlinge - was die Gene verraten

 Vor ein paar Jahren waren Gentests zur Untersuchung der eigenen Vorfahrengeschichte Partythema. Die meisten von uns haben ja über die Urgroßeltern hinaus nur ein äußerst vages Wissen von ihren Vorfahren - und wer weiß, vielleicht zeigt die DNA-Analyse ja unerwartete Herkunftsregionen? Mit seinem Buch "Die große Odyssee" zeigt der Biologe Lluis Quintana-Murci, wie sich die Menschheit im Laufe der Jahrtausende über die Erde verbreitet hat. Sein Buch ist teilweise sehr wissenschaftlich mit zahlreichen Fachbegriffen, was es für nicht-Experten nicht ganz so leicht lesbar macht, aber faszinierend ist es dennoch. Die wenig überraschende Aussage: "Wir alle sind Mischlinge" (und stammen ursprünglich aus Afrika, wo bekanntlich die ältessten Funde von Hominiden, also den Vorfahren der modernen Menschen, gefunden wurden. Und auch der Homo Sapiens trat von hier zu seiner Wanderung an. Diejenigen, die "völkischem" Denken zugetan sind, müssen nach der Lektüre der mensch...

Reise durch die Erdzeitalter

 Eines beeindruckt mit immer wieder bei den Veröffentlichungen angelsächsicher Wissenschaftler: Sie haben keine Angst davor, unterhaltsam zu sein, keine Scheu, ihr Wissen so darzustellen, dass es auch für Laien eine sowohl lehrreiche als auch vergnügliche Lektüre ist. Im deutschen Sprachraum scheint dagegen eher die Angst vorzuherrschen, eine mit scheinbar leichter Hand geschriebene Veröffentlichung mangele an wissenschaftlichem Gewicht. Der Paläobiologe Thomas Halliday jedenfalls bleibt mit seinem Buch "Urwelten" dankenswerterweise dieser britischen (und meist auch amerikanischen) Tradition treu. "Urwelten" lädt ein zu einer Zeitreise durch die Erdzeitalter und Halliday schildert die Landschaften lange vor unserer Zeit so lebendig, als habe er Mammuts und Bären, Höhlenlöwen und Pferde etwa in den Landschichten zwischen Alaska und dem fernen Osten Russlands damals selbst zu sehen bekommen. Weiter geht es ins heutige Kenia, zur buchstäblichen Wiege der Menschheit, wo...

Der Bienenjäger - Ein Biologe und sein Sport

#Sachbuch #Natur #Biologie #Wissenschaft #Tiere Wenn es auf Waldlichtungen und Wiesen summt, ist der Biologe Thomas Seeley ganz in seinem Element. Er forscht nicht nur über Bienen, sondern geht auch als Bienenjäger auf die Pirsch nach Nistbäumen.Seinem Freizeitsport hat er auch ein Buch gewidmet. Es muss nicht immer Großwildjagd sein. Der amerikanische Biologe Thomas D. Seeley pirscht weder in der Savanne, noch sammelt er Trophäen. In seinem Buch «Auf der Spur der wilden Bienen» schildert er seine Expeditionen in den Wäldern Neu-Englands, um die Stöcke wilder Honigbienen ausfindig zu machen. Dabei macht er kein Geheimnis daraus, wie sehr ihn die Honig sammelnden Insekten faszinieren. Der Hochschulwissenschaftler sieht seine Bienenjagd im Arnot Forest im US-Bundesstaat New York eher als sportliches Hobby an der frischen Luft. Den Bienen krümmt er dabei kein Haar – mal abgesehen davon, dass einige zur besseren Identifizierung mit Farbmarkierung versehen werden, ...