Revolutionäre und Verlorene - "Schwarzer September"
Es war ein anderer Extremismus, ein anderer Terror, ein anderer Konflikt. Manches aus Sherko Fatahs Roman "Schwarzer September" klingt fast schon wie Nostalgie der Zeitgeschichte. Anderes klingt nur zu vertraut. Nicht nur für diejenigen, die auch noch Kindheitserinnerungen haben an den Moment, als die fröhlichen Spiele von München tödlich wurden, als an Postämtern oder Bahnhöfen die Fahrdungsbilder der RAF hingen, mit den Bildern jener Männer und Frauen, deren Namen in Vebindung standen mit Gewalt und Tod, mit Entführungen und Morden. Einige der Figuren aus "Schwarzer September" stammen aus den Randbereichen der Randszene, doch die Handlung spielt überwiegend im Libanon, kurz ehe das Land im Bürgerkrieg versank und die schillernde Metropole Beirut mit ihrem Nachtleben zum Schauplatz von Heckenschützen, Attentaten und Explosionen im Machtspiel von Milizen, Clans und internationaler Politik. Doch noch ist es nicht soweit, auch wenn die Mitarbeiter der örtlichen St...