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Poesie und Terror - eine osttürkische Liebesgeschichte

#Weltliteratur #Belletristik #Türkei #IS Mit „Unruhe“  hat der im Exil lebende türkische Schriftsteller Zülfü Livaneli einen Roman um Liebe, Freundschaft und die Schatten blutiger Konflikte im türkisch-syrischen Grenzgebiet geschrieben. Es ist auch eine Geschichte über Entfremdung und zögerliche Wiederentdeckung der eigenen Wurzeln, den Zwiespalt junger türkischer Intellektueller zwischen traditionellem Orient und säkularem Westen. Ganz wunderbar ist das auch in der Sprache des Erzählers wiedergespiegelt – mal nüchterne Selbstbilanz, mal so poetisch, dass sie anknüpft an Erzählungen und Dichtungen wie aus tausendundeiner Nacht. Ich-Erzähler Ibrahim macht sich mit gemischten Gefühlen auf den Weg in die Kleinstadt im Südosten der Türkei, in der er seine Kindheit erlebte. Er hat dort buchstäblich keine Wurzeln mehr, die Eltern sind schon lange tot. Doch bei einem der Mord- und Totschlagsfälle in der Redaktionskonferenz merkt er auf: Der Tote ist ein ehemaliger Mitsc...