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Poesie, Verzweiflung und die Faszination des Eises - "Der gefrorene Himmel"

 Das Tolle an den Buchmessen-Ehrengastländern ist, dass Leser in einem Jahr plötzlich ganz viele Autoren entdecken können, die sie bisher nicht auf dem Schirm hatten. Im vergangenen Jahr sollte auf der Frankfurter Buchmesse Kanada seine Autoren präsentieren, coronabedingt fand sie bekanntlich nur virtuell statt und dieses Jahr soll es mit dem kanadischen Auftritt hoffentlich klappen. Die Verlage waren angesichts der notwendigen Planung schneller und haben bereits eine Reihe entsprechender Titel herausgegeben.  Richard Wagamese, der leider bereits 2017 starb, ist beim Blessing Verlag gleich doppelt vertreten: Nachdem im vergangenen Jahr bereits "Das weite Herz des Landes" erschien, kam nun vor kurzem "Der gefrorene Himmel" heraus - und dieses Buch hat mich sprachlich womöglich sogar noch mehr beeindruckt. Wagamese war Ojibwe, ein indigener Schriftsteller, der in seinen Büchern indianische Identität und den Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit den First Nations themat...